Beim digitalen Nieren-Talk am 22. Mai 2026 stand das Thema „Reisen in Länder mit erhöhtem Infektionsrisiko“ auf der Tagesordnung. Die Organisatoren haben wichtige Ergebnisse hier kurz für dich zusammengefasst.
Infos aus Nieren-Talk online vom 22.05.2025
Länder mit erhöhtem Infektionsrisiko:
-Da transplantierte Personen immunsupprimiert sind, sind sie anfälliger für
Infektionen Länder mit hohem Vorkommen folgender Infektionskrankheiten
sollten mit besonderer Vorsicht bereist werden:
-Malaria (z. B. tropisches Afrika, Teile Asiens, Südamerikas)
-Dengue-Fieber, Zika, Chikungunya (Teile Südamerikas, Karibik, Südostasien)
-Tuberkulose (hohe Prävalenz in Indien, Pakistan, Südafrika, Südostasien)
-Hepatitis A/B/E, Typhus (unzureichende Hygienestandards in vielen Entwicklungsländern)
-Parasitäre Erkrankungen (z. B. Leishmaniose, Bilharziose – in Teilen Afrikas,
Südamerikas, Naher Osten)
-Länder mit eingeschränkter medizinischer Versorgung:
-In Ländern mit schwacher Infrastruktur kann im Notfall eine adäquate medizinische
Versorgung (inkl. Transplantatüberwachung) nicht gewährleistet werden.
Dazu gehören:
-Teile von Subsahara-Afrika
-Bürgerkriegsregionen oder politisch instabile Länder
-Ländliche Gebiete in Entwicklungsländern ohne spezialisierte Kliniken
-Länder mit eingeschränkter Verfügbarkeit von Medikamenten:
-Immunsuppressiva müssen lückenlos eingenommen werden. Länder, in denen
diese Medikamente schwer erhältlich oder von schlechter Qualität sind,
bergen ein Risiko. Deshalb:
-Medikamente immer in ausreichender Menge mitnehmen (inkl. Reserve!)
-Vorab prüfen, ob Einfuhrbeschränkungen oder Deklarationspflichten bestehen
(z. B. bei Einreise in die Vereinigten Arabischen Emirate, Japan, Singapur)
Tipps für nützliche Apps:
o MIZU-App zur Suche nach Dialysezentren
o Medisafe zur Erinnerung an Medikamenteneinnahme und Bestandskontrolle;
passt auf Wunsch Einnahmezeiten an aktuelle Zeitzone an
o My Therapy zur Erinnerung an Medikamenteneinnahme
o Doctolib zur Suche nach Ärzten und Onlineterminvereinbarung